Das Annuitäten-Darlehen

Wer eine Baufinanzierung abschließt, der geht mit seinem Projekt eine sehr langfristige Kreditverpflichtung ein. Die Darlehensart, die in diesem Zusammenhang am häufigsten gewählt wird, ist das so genannte Annuitäten-Darlehen. Was aber ist ein Annuitäten-Darlehen eigentlich genau und wie unterscheidet sich dieser Darlehenstyp von anderen Darlehenstypen, zum Beispiel einem endfälligen Darlehen? Diesen und anderen Fragen wollen wir an dieser Stelle einmal etwas näher auf den Grund gehen.

Nun, zuerst einmal heißt ein Annuitäten-Darlehen nur deswegen Annuitäten-Darlehen, weil es neben der Zinsrate auch eine Tilgungsrate, die so genannte Annuität beinhaltet. In der Regel wird diese Annuität monatlich erbracht, wobei der Kontoabschluss meist nur einmal jährlich durchgeführt wird. Mit jeder Verrechnung der Tilgungsrate sinkt die Restschuld des Darlehens und damit auch die Zinsrate für den nächsten Berechnungszeitraum. Da aber die monatliche Rate immer gleich hoch bleibt, ergibt sich der logische Schluss, dass bei einem Annuitäten-Darlehen der Tilgungsteil exponentiell ansteigt, die Tilgung zum Ende hin also immer schneller erfolgt. Bei einem endfälligen Darlehen erfolgt die Tilgung hingegen in einer Summe am Ende der Laufzeit - es wird also gänzlich auf eine Tilgung verzichtet.

Wer ein Annuitäten-Darlehen abschließt, der tut gut daran, die Annuität, also die Tilgung, so hoch wie nur irgendwie möglich anzusetzen. Wer eine 100% Baufinanzierung mit 1% Tilgung abschließt, der wird sehr lange brauchen, um den Kredit voll zurückzuzahlen. Schraubt man die Tilgung, sofern man das finanziell kann, jedoch auf z.B. 4%, so ist die Finanzierung schon mehrere Jahre früher fertig und die Gesamtbelastung fällt deutlich niedriger als bei 1% Tilgung aus.