Die Familienhypothek

Wenn es darum geht, eine Hypothek auf das eigene Objekt aufzunehmen, dann gibt es hierbei die unterschiedlichsten Darlehensarten. Neben der Flexhypothek und der Festzinshypothek hat sich der Fokus der Öffentlichkeit dabei in den letzten Jahren zunehmend auf die so genannte Familienhypothek gerichtet. Wie aber funktioniert solch eine Familienhypothek? Wo ist der Unterschied zu einer normalen Hypothek und bietet die Familienhypothek wirklich Vorteile?

Nun, grundsätzlich handelt es sich bei einer Familienhypothek überhaupt nicht um ein eigenständiges Finanzprodukt - rein finanztechnisch betrachtet handelt es sich um eine ganz normale Hypothek. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Produkt selber, sondern in der Art der Bonitätsbetrachtung. Bei einer Familienhypothek wird nämlich das Kindergeld der Familie als Einkommen mitgezählt, was dazu führt, dass der Zins so dargestellt wird, als gäbe es für jedes Kind einen Abschlag.
Tatsächlich ist es natürlich so, dass soziales Denken den Banken weniger wichtig ist, als die Tatsache der besseren Bonität.

Da aber Familien mit vielen Kindern hin und wieder auch mit großem Kostendruck zu kämpfen haben, ist der Beleihungsauslauf bei einer Familienhypothek in der Regel deutlich niedriger als bei einer "normalen" Hypothek. Meist ist es hier nicht möglich, das Objekt über die Grenze von ca. 70% des Verkehrswertes hinaus zu beleihen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Familienhypothek ein interessantes Produkt für all diejenigen Familien ist, die keine Chance auf eine normale Hypothek haben. Gerade bei Familien mit mehr als vier Kindern kann sich diese Art der Bonitätsbetrachtung durchaus positiv auswirken. Bei weniger als drei Kindern überwiegt hingegen in der Regel der Nachteil des geringeren Beleihungsauslaufes.