Der 3-Monats-Euribor und sein Einfluss auf die Zinsentwicklung

Die Zinsen für Kredite und Darlehen verändern sich mitunter in einer faszinierenden Geschwindigkeit. Beobachtet man diesen Markt eine Zeit und versucht man, für sich den geeigneten Zeitpunkt für eine Kreditaufnahme zu ermitteln, kommt man nicht selten ins Grübeln, warum sich der Zins nun eigentlich in die eine oder in die andere Richtung entwickelt.

(www.zinsentwicklung.net) Gerade bei variablen Darlehen hört man dabei immer wieder die Begrifflichkeit „3-Monats-Euribor“. Was aber ist dieser 3-Monats-Euribor eigentlich genau? Und wie nimmt der 3-Monats-Euribor seinen Einfluss auf das allgemeine Zinsniveau?

Nun, um den 3-Monats-Euribor genauer erklären zu können, muss man sich zuerst einmal vor Augen halten, wie ein Kreditinstitut eigentlich genau funktioniert: Eine Bank verleiht Geld an Privat- und Geschäftskunden - Geld, dass sie sich natürlich an anderer Stelle besorgen muss. Der normale Weg würde die Banken hier zu ihrer jeweiligen Zentralbank führen, im Euroraum der EZB (Europäische Zentralbank). Die EZB verleiht ihr Geld nun zu einem festen Zinssatz, dem Referenzzinssatz.
Damit die Banken aber unabhängig von dem Leitzins der EZB werden, leihen sie sich auch untereinander Gelder. Jeden 5. Bankenarbeitstag vor dem Ende eines Quartals wird dabei der so genannte 3-Monats-Euribor ermittelt, der Zins, zu dem sich die Banken gegenseitig Geld für einen Zeitraum von drei Monaten ausleihen.

Die Entwicklung des 3-Monats-Euribor ist ein guter Indikator für die Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus. Stand der 3-Monats-Euribor Mitte 2004 noch bei 2,12%, zog er bis zum 3. Quartal 2008 bis auf 5,06% an. Erst im Zuge der Wirtschaftskrise und den damit verbundenen Zinssenkungen durch die EZB, die natürlich auch zu einem Absinken des 3-Monats-Euribor führten, sank der Index bis auf 1,54% im zweiten Quartal 2009.

Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt sich mit einem Forward-Darlehen den Zins für seine Anschlussfinanzierung zu sichern. Gerne können Sie sich auch die günstigen Konditionen für Baufinanzierungen mit einem kostenlosen Finanzierungsangebot Schwarz auf Weiss vorrechnen lassen.

Aber nicht nur für die Verzinsung der variablen Kredite ist der 3-Monats-Euribor ein wichtiger Indikator, auch Tagesgeldkonten orientieren sich in ihrer Verzinsung an diesem Wert. Auch die Zinsen auf Tagesgeld sind daher in den letzten Monaten deutlich gefallen, notieren allerdings bei vielen Banken nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Wer ein lukratives Tagesgeldkonto abschließen möchte sollte allerdings sehr genau vergleichen und sich das beste der bestehenden Angebote heraussuchen. Der Zins kann von Bank zu Bank sehr stark variieren und es kommt nicht selten vor, dass man durch ein wenig Vergleichen bis zu 2% mehr Zinsen pro Jahr herausholen kann. > zum Tagesgeld-Vergleich