Gier nach Gold - Jetzt in Edelmetalle investieren?

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Schieflagen gehen viele Menschen dazu über, ihr Geld aus sämtlichen Investment- und Sichteinlagen abzuziehen und es lieber in vermeintlich krisensicheren Anlagen, zum Beispiel in Edelmetallen, anzulegen.

(www.zinsentwicklung.net) Die Entwicklung des Goldpreises während der jüngsten Wirtschaftskrise der Jahre 2007/2008 zeigt mehr als deutlich, zu welchen Reaktionen dieser Trend führen kann: Der Goldpreis ist binnen zweier Jahre um fast 50% angestiegen. Nun ist es aber so, dass es mit dem Gold ist, wie mit allen anderen Gütern: Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn also alle Menschen Gold haben wollen, steigt der Preis, unabhängig davon, ob es von wirtschaftlicher Seite aktuell tatsächlich benötigt wird. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch, dass sich auch beim Goldpreis eine "Spekulationsblase" aufbauen kann, die dann, in Zeiten wo es an der Börse wieder besser läuft, schnell platzen kann. Eine solche Entwicklung gab es schon einmal: 1981 rauschte der Goldpreis von seinem Rekordhoch von fast 1800 Doller je Feinunze auf gerade einmal 800 Doller hinab - ein Desaster für alle Anleger, die Gold für einen vermeintlich "sicheren Hafen" hielten.

Trotz aller Vorsicht kann man jedoch auch die Argumente verstehen, die für ein Investment in Gold sprechen: Gold ist ein natürlicher Rohstoff von äußerster Wichtigkeit für viele Bereiche der Wirtschaft - und er lässt sich nach wie vor nicht künstlich herstellen. Aufgrund dieser Tatsache und auch, weil Gold als Schmuck zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte sehr beliebt war, ist es durchaus wahrscheinlich, dass Gold noch sehr lange ein starker Wert und somit eine interessante Anlage bleiben wird.

Wem ein direktes Investment in Gold zu spekulativ ist, der kann sich auch mit so genannten Rohstofffonds an den Entwicklungen der Metallpreise beteiligen. Derartige Fonds werden von den meisten Investmentgesellschaften angeboten und in aller Regel als offene Investmentfonds geführt. Aufgrund einer gewissen Marktstreuung tragen die Anleger hierbei wesentlich weniger Risiko als bei direkten Investments in die Edelmetalle. >weitere Informationen zum Thema