Niedriges Zinsniveau - aber Ratenkredite bleiben teuer

"Bedingt durch die aktuelle Wirtschaftskrise und die damit verbundenen Senkungen des allgemeinen Leitzinses, sinken auch die Zinsen für Darlehen immer weiter!" Diese Aussage hört man derzeit allerorts. Aber ist das so korrekt? Kann man das wirklich so pauschal sagen?

(www.zinsentwicklung.net) Nun, wie in den meisten Fällen ist die Sache nicht ganz so einfach, wie man es sich mit dieser pauschalierten Aussage gerne machen würde. Es ist zwar richtig, dass die Zinsen für langfristige Kredite, zum Beispiel für Baufinanzierungen oder Geschäftskredite, in den letzten Monaten beständig gesunken sind und heute auf einem historischen Tiefstand notieren, gerade bei den privaten Ratenkrediten stellt sich die Lage jedoch leicht anders dar.

Im Gegensatz zu den genannten langfristigen Kreditarten, wie etwa Baufinanzierungen oder Geschäftskrediten, sind Ratenkredite eher kurzfristiger Natur und werden zudem mit einer deutlich abweichenden Art der Bonitätsprüfung vergeben. Grundsätzlich kann dabei beobachtet werden, dass Immobilienfinanzierungen in den meisten Fällen von Menschen beantragt werden, die sich in einer gesunden finanziellen Gesamtsituation befinden - Ratenkredite werden hingegen oft aus der Not heraus beantragt. Gerade dieser Umstand führt nun dazu, dass, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, die Nachfrage nach Ratenkrediten sprunghaft angestiegen ist - ebenso wie das Ausfallrisiko für die Banken.

Viele Banken gehen daher mittlerweile dazu über, eine klare Trennung zwischen den Kreditzinsen für Finanzierungen und den Kreditzinsen für das alltägliche Privatgeschäft zu vollziehen. Die Zinsen der Ratenkredite werden dabei in der Regel nur sehr moderat gesenkt - bis eine Zinssenkung des Leitzinses sich hier auswirkt, muss schon einiges passieren.

Da sich auch die Banken jedoch in einem starken Wettbewerb zueinander befinden, lässt sich immer wieder beobachten, wie die Zinsangebote teilweise erheblich voneinander abweichen. So ist es durchaus möglich, dass die Zinsen für ein Darlehen mit 68 Monaten Laufzeit und einer Kreditsumme von 10.000 Euro um bis zu 2,5% variieren - ein enormer Unterschied, der den Darlehensnehmer Hunderte von Euro kosten kann.

Stellt sich nun also die Frage: Wie sollte man vorgehen, um das individuell beste Angebot zu finden? Nun, in der Regel empfiehlt es sich hierbei, auf professionelle Kreditvergleiche im Internet zurückzugreifen. Aufgrund ihrer Marktnähe sind diese Vergleiche in der Lage, die aktuellen Kreditkonditionen übersichtlich aufzubereiten und den Kunden zu ermöglichen, schnell und kostenlos die günstigsten Angebote herauszusuchen.